Manchmal passiert in der Werkstatt etwas, das mich kurz innehalten lässt. So war es, als ich die Nachricht bekam, dass meine Kollektion „Glückskind“ den German Design Award 2026 gewonnen hat.

„Glückskind“ begleitet mich schon lange. Die kleine Figur – ein eingekuscheltes Baby in einer schützenden Form – ist eines dieser Motive, die nicht laut sind, aber etwas sagen. Viele Menschen, die zu mir kommen, verbinden damit etwas sehr Persönliches. Besonders Sternenkindeltern erzählen mir oft, dass der Ring für sie ein stiller Begleiter ist. Das berührt mich jedes Mal.

Als die Nachricht vom Award kam, saß ich gerade am Werktisch. Ich musste zweimal hinschauen. Ein internationaler Designpreis für ein Stück, das hier in meiner kleinen Werkstatt in Langen entsteht – das fühlt sich besonders an. Nicht im Sinne von „groß“, sondern im Sinne von „gesehen werden“.

Der German Design Award legt Wert auf Gestaltung, Handwerk und Bedeutung. Dass „Glückskind“ in der Kategorie Luxury Goods ausgezeichnet wurde, freut mich sehr. Für mich bedeutet Luxus nicht Glanz, sondern Zeit, Sorgfalt und ein Stück, das jemand wirklich tragen möchte.

Ich hoffe, dass durch diese Auszeichnung mehr Menschen auf „Glückskind“ aufmerksam werden. Gerade weil ich den Ring nicht offensiv bewerben möchte – aus Respekt vor den Geschichten, die viele damit verbinden. Vielleicht findet er so den Weg zu denen, die ihn brauchen.

Jetzt geht es für mich weiter wie immer: zurück an den Werktisch, an die Feile, an den Amboss. Und trotzdem nehme ich diesen Moment mit – als kleine Bestätigung, dass das, was hier entsteht, seinen Platz in der Welt hat.

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