Mantelring

Der Mantelring ist einer von drei Basisringen. Da er aus einem Metallmantel gefertigt wird, bietet ein er gutes Übungsfeld für eine Abwicklung, die aus einem Schnittmuster erarbeitet wird.

Das Prinzip bleibt bei allen Mantelringen sehr ähnlich, auch wenn das Schnittmuster jedesmal unterschiedlich ausfällt, weil einige Variablen Einfluss auf die Form haben:
Fingergröße des Trägers, (Ringgröße)
Blechstärke,
Maße und Form/Schliff vom Stein (Höhe, Breite, Cabochon oder Facettiert)
äußere Grundform vom Ring (Schräge,Wölbung)

 

Abwicklung des Mantelrings

Das Schnittmuster für den Metallmantel erarbeitete ich mir mit einigen Skizzen. Die Grundform vom Muster bestand aus einem symmetrisch gespiegelten T und einem separten, ovalen “Deckel”. Ich klebte das Papiermuster auf ein Silberblech auf und sägte danach die Formen aus.

Abwicklungs Muster
Abwicklungs Muster

Abwicklungsform/Form

Im Anschluss legte ich die Abwicklung in die Riefenanke und erzeugte mit einigen Hammerschlägen auf dem Gegenstück eine Wölbung im Material an der oberen T-Zone. Danach wiederholte ich den Vorgang für den Ringschienenbereich. Mit einer Halbrundzange bog ich das restliche Material bis die Enden sich berührten. Dann lötete ich sie zusammen.

Abwicklung in der Riefenanke

 

Abwicklung feilen

Für den nächsten Schritt suchte ich mir ein passendes Rohr und steckte die Abwicklung darauf. Manche Stellen, die ich noch an der Form verändern wollte, markierte ich mit einem Edding und feilte sie. Sobald die Abwicklung Bündig mit dem Rohr passte, fixierte ich alles mit einem Bindedraht und lötete es zusammen. Danach sägte ich den Überstand des Rohres ab, sodass ich rundum ca. 1 mm Überstand hatte, damit sich das Lot nicht in die Fugen reinzieht und Kuhlen entstehen.

Abwicklung auf einem Silberrohr

 

Abwicklung löten

 

Abwicklungsrohr absägen
Mantelring Aufbau
Mantelring Aufbau

Deckel des Mantelrings

Das bereits ausgesägte Ovalblech legte ich in eine Bleianke. Hierbei achtete ich darauf, zwischen dem Blei (unedel) und dem Ovalblech (edler) immer ein Taschentuch zu legen, um eine Materialverbindung zu verhindern. Durch den Kugelpunzen und die Bleianke bekam ich die gewünschte Auftiefung. Den aufgetieften Deckel legte ich auf den Ring-Rohbau und passte mithilfe einer Zange die Biegungen am Rand an.

Mantelring Deckel
Mantelring Deckel

Fassung

Anhand des Steines konnte ich mir das passende Rohr aussuchen. Ich sägte es auf die gewünschte Höhe ab und erzielte eine Ovale Grundform in dem Schraubstock. Danach veränderte ich mit einer Halbrundzange die Ovale Zarge im Detail, bis er für die Steinform passte. Die untere Fläche der entstandenen Fassung feilte ich passend zum aufgetieften Ringdeckel. Danach lötete ich die Fassung in den Deckel.

Deckel vom Mantelring anpassen
Deckel vom Mantelring anpassen

Löten und Feilen des Mantelrings

Den Ring-Rohbau und den Deckel lötete ich zusammen. Sobald alles richtig miteinander verlötet war, feilte ich den 1mm Rand ab. Anschließend feilte ich den Rest, brach die Kanten und schmirgelte die Oberfläche. Ich stempelte den Ring und er war fertig für die Fassarbeit.

Deckel vom Mantelring festlöten
Deckel vom Mantelring festlöten

 

fertiger Mantelring
Der Mantelring mit einem Tigerauge

 

Auf https://www.brittasschmiede.de/miriam/ könnt ihr weiter verfolgen, welche Stücke ich noch gebaut habe.

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