Ginkoblatt aus gesammelten Werken

Der Anhänger am Reif

Upcycling von Altgold zu einem Ginkoblatt-Anhänger

Upcycling – ein Ginkoblatt ensteht

Das Altgold wird geschmolzen

Das Altgold wird geschmolzen

und in eine ungefähre Form gebracht

und in eine ungefähre Form gebracht

das Nugget habe ich etwas gewalzt und einen Schnitt eingesägt

das Nugget habe ich etwas gewalzt und einen Schnitt eingesägt

beim weiteren Walzen öffnet sich das "Blatt"

beim weiteren Walzen öffnet sich das "Blatt"

Struktur bekomme ich indem ich die Oberfläche des "Blattes" schmelze.

Struktur bekomme ich indem ich die Oberfläche des "Blattes" schmelze.

Die Blattadern werden ziseliert

Die Blattadern werden ziseliert

Der fertige Anhänger mit Opal-Tautropfen an einem Reif

Der fertige Anhänger mit Opal-Tautropfen an einem Reif

Ausmisten ist einerseits lästig andererseits befreiend, oder? Wenn man sich den Luxus gönnen kann, sein Schmuckkästchen auszumisten, dann kann daraus ein komplett neues Schmuckstück entstehen. Bei diesem Upcycling-Projekt habe ich eine wilde Sammlung an verschiedenen Schmuckstücken, natürlich nach Legierung sortiert, eingeschmolzen, geformt, gewalzt und gesägt. Dann erneut gewalzt und geglüht. Und dann so heiß geglüht, dass Struktur auf der Oberfäche entsteht, wieder geschmiedet und gesägt.

Herausgekommen ist ein Ginkoblatt das mit seinem eingerollten Stiel als Anhänger getragen werden kann. Das Gold ist 585er Gelbgold und auf den Fotos erscheint es während der Schmelzarbeiten fast weiß auszusehen. Wenn ich mit der Bearbeitung fertig bin und das Gold in der Säure abbeize ist es Gott-sei-Dank wieder ein schönes Gelbgold. In der ganzen Sammlung an Schmuck war auch ein kleiner grünlicher Opal – er hat eine neue Fassung bekommen und sitzt jetzt wie ein grünlich schimmernder Tautropfen auf dem Blatt.

Weshalb ein Ginkoblatt?

Ginkoblätter sind faszinierend. Auf https://de.wikipedia.org/wiki/Ginkgo kann man sich umfassend informieren, weshalb die Blätter und natürlich auch die Bäume so besonders sind. Ich habe aus der Informationsfülle hier das aufgeführt, was ich am spannendsten finde:

„Die Ginkgogewächse gehören weder zu den Nadel- noch zu den Laubbäumen, sondern bilden eine eigene Gruppe. Obwohl der Ginkgo auf den ersten Blick Ähnlichkeit mit Laubbäumen … hat, ist er mit den Nadelbäumen näher verwandt und wird deshalb wie sie zu den Nacktsamern gezählt. Der Ginkgo wird in eine eigene Klasse eingeordnet, in die Klasse Ginkgoopsida … .

…Der Grund für die bis heute große Bedeutung des Ginkgo für Kunst, Kultur und Heilkunde liegt vor allem in der Chinesischen Philosophie und der ansprechenden Morphologie des Baumes und seiner Blätter. Der Ginkgo wird seit langem als kraftspendend und lebensverlängernd verehrt. Die Chinesen und Japaner verehren den Ginkgo seit Jahrhunderten wegen seiner Lebenskraft und Wunderverheißungen als heilig und erbeten unter ihm ihre Wünsche. Frauen erbitten unter ihm Milch zum Stillen ihrer Kinder und Bauern erflehen Regen für eine reichhaltige Ernte, Ginkgos sind auf diese und andere Art und Weise in Mythen, Volkserzählungen und Geschichten wieder zu finden. Der Ginkgo steht in Japan unter Naturschutz. So mancher Baumriese überragt ganze Ortschaften und gilt als Wahrzeichen für seine Anwohner.“ (Quelle: Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Ginkgo)