Hier habe ich versucht alles was ich an Edelsteinen faszinierend finde, zusammen zu tragen:
Edelsteine – eine vielfältige Welt voller Farbe und Glanz
Edelsteine sind Naturprodukte, die über lange Zeiträume entstehen. Sie bilden sich durch Hitze, Druck, Mineralien und geologische Prozesse tief im Inneren der Erde. Jeder Stein ist ein Unikat – geprägt von seiner Entstehung, seinen Einschlüssen und seiner Farbe. Die kleine Edelsteinkunde zeigt, wie vielfältig diese Welt ist und welche Besonderheiten die einzelnen Mineralien auszeichnen.
Die große Gruppe der Quarze
Ein wesentlicher Teil der Edelsteinkunde widmet sich den Quarzen. Diese Mineralgruppe ist besonders umfangreich und vielseitig. Reiner Quarz ist durchsichtig – der bekannte Bergkristall. Schon geringe Beimischungen führen jedoch zu farbigen Varietäten, die im Schmuck sehr beliebt sind.
Amethyst
Der Amethyst ist die violette Varietät des Quarzes. Seine Farbe entsteht durch natürliche Einlagerungen und Strahlungseinflüsse. Er kommt in vielen Nuancen vor – von zartem Flieder bis zu kräftigem Violett.
Citrin
Der Citrin ist die gelbe bis orangefarbene Varietät des Quarzes. Auch hier sind natürliche Einlagerungen für die Farbe verantwortlich. Citrin wirkt klar und warm und ist ein klassischer Schmuckstein.
Weitere Quarzarten
Die Quarzgruppe umfasst zahlreiche Varietäten wie Rosenquarz, Rauchquarz, Aventurin oder Chalcedon. Sie zeigen, wie wandelbar ein einziges Mineral sein kann – von transparent bis milchig, von pastellig bis kräftig.
Opal – ein Stein mit besonderer Struktur

Der Opal nimmt in der Edelsteinkunde eine besondere Stellung ein. Sein Name bedeutet „kostbarer Stein“. Im Gegensatz zu vielen anderen Edelsteinen besitzt der Opal kein Kristallgitter. Er ist ein amorphes Mineral und ähnelt in seiner Struktur eher Glas.
Opale entstehen häufig als Füllung in Rissen und Spalten. Sie können durch vulkanische Prozesse entstehen oder durch Sedimentation. Typisch ist das Farbspiel, das sogenannte Opalisieren – ein lebendiges Schimmern, das sich mit jeder Bewegung verändert. Kein Opal gleicht dem anderen.
Silent Turtle Dream
Turmalin – ein Stein in vielen Farben
Turmalin ist ein Mineral, das in einer beeindruckenden Farbvielfalt vorkommt. Von Rosa über Grün bis zu zweifarbigen Varianten zeigt er eine große Bandbreite. Diese Vielfalt macht ihn zu einem beliebten Schmuckstein, der in vielen Designs eingesetzt werden kann. Mein absoluter Lieblingsstein. Die Varietät Paraiba ist in der kleinen Edelsteinkunde genauer vorgestellt.
Tansanit – Blau mit besonderer Tiefe
Tansanit fällt durch seine intensive blaue bis blauviolette Farbe auf. Er gehört zu den jüngeren Entdeckungen unter den Schmucksteinen und wird wegen seiner klaren, kräftigen Farbwirkung geschätzt. Seine Nuancen reichen von hellem Blau bis zu tiefem Violett.
Tansanit facettiert als Trillant

Die Beryllgruppe – Smaragd und Aquamarin
Die Beryllgruppe umfasst mehrere bekannte Edelsteine, darunter zwei besonders wichtige:
Smaragd
Der Smaragd ist die grüne Varietät des Berylls. Er zeichnet sich durch seine kräftige Farbe aus, die von natürlichen Einlagerungen geprägt wird. Smaragde können Einschlüsse aufweisen, die typisch für dieses Mineral sind und seine natürliche Entstehung sichtbar machen. Weitere Details sind in der kleinen Edelsteinkunde zu finden.
Aquamarin
Aquamarin ist die blaue Varietät des Berylls. Seine Farbe reicht von sehr hellem Blau bis zu intensiveren Blautönen. Aquamarin wirkt klar und ruhig und ist aufgrund seiner Härte gut für Schmuck geeignet.
Granat – eine Gruppe mit vielen Varianten

Granat ist keine einzelne Mineralart, sondern eine ganze Gruppe. Die Steine kommen in vielen Farben vor, häufig in Rot‑ und Brauntönen, aber auch in Grün oder Gelb. Granate sind robuste Schmucksteine und in vielen Schliffen erhältlich.
Armreif mit gestrickten Flügeln und Granaten als Mineralien
Farben durch natürliche Einlagerungen
Die Farbe eines Edelsteins entsteht durch natürliche Einlagerungen oder Einschlüsse. Schon geringe Mengen bestimmter Elemente können starke Farbveränderungen hervorrufen. So entstehen die unterschiedlichen Nuancen innerhalb einer Mineralgruppe – von zarten Pastelltönen bis zu kräftigen, intensiven Farben.
Edelsteine im Schmuck
Edelsteine lassen sich auf verschiedene Arten verarbeiten: geschliffen, facettiert, poliert oder in ihrer Rohform. Sie harmonieren mit Gold und Silber, mit klaren oder organischen Formen und mit modernen wie klassischen Fassarten. Ihre Vielfalt macht sie zu idealen Materialien für individuelle Schmuckstücke.
Eine besondere Technik: Edelsteine „einnähen“
In der Edelsteinkunde wird eine spezielle handwerkliche Technik nicht beschrieben: das Einnähen von Edelsteinen. Dabei wird der Stein nicht klassisch gefasst, sondern mit Draht „vernäht“. Diese Methode erfordert Kraft, Präzision und ein gutes Gefühl für Spannung. Sie ermöglicht Fassungen, die leicht wirken und den Stein besonders gut zur Geltung bringen. Das gibt es nur in BrittasSchmiede 🙂
Schmuck mit Farbedelsteinen
Hier sehen Sie Schmuckbeispiele mit farbigen Edelsteinen:
Es gibt nicht nur Farbedelsteine, die in der Schmuckherstellung wichtig sein können – auch Diamanten und Zuchtperlen sind ein großer Bereich, der einiges an Wissen voraussetzt :-).












































